Staatssekretärin Heike Raab fordert rasche Umsetzung zur Interoperabilität digitaler Empfangsgeräte

Die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales und Co-Vorsitzende des Digitalradio Boards, Staatssekretärin Heike Raab forderte gestern auf einer Sitzung des Digitalradio-Boards, die verpflichtende Interoperabilität digitaler Empfangsgeräte nun zügig umzusetzen. Heike Raab wörtlich:

Nachdem nun auf EU-Ebene die Voraussetzungen zur Anpassung der Regelungen zur Interoperabilität in Paragraph 48 TKG geschaffen sind, wollen wir die bereits in der vergangenen Legislaturperiode vereinbarte Formulierung nun zügig umsetzen. Es geht darum, dem Hörfunk durch die Interoperabilitätsverpflichtung in der digitalisierten Welt von morgen zukunftsfähige Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Die Ergänzung des Paragraph 48 TKG wird die flächendeckende Verbreitung von Digitalradiogeräten verbessern und so dem digitalen Radio in Deutschland Schwung verleihen

Die Länder hatten die Bedeutung der Interoperabilität digitaler Radioempfangsgeräte für die Entwicklung der Kommunikationsnetze und –dienste zuletzt nochmal in ihrer Bundesratsstellungnahme vom 15. Dezember 2017 hervorgehoben. Der aktuelle Regelungsentwurf geht auf eine Initiative des Bundesrates vom Dezember 2016 zurück.

Heike Raab unterstrich dabei, Zitat:

In Bezug auf die digitale, terrestrische Verbreitung sind Norwegen, die Schweiz und Großbritannien beispielgebend. Nach dem digitalen Umstieg in Norwegen sind jetzt die Schweiz und Großbritannien an der Reihe. Kontinuierlich steigende Nutzerzahlen in Deutschland zeigen, dass die Entwicklung in Richtung digitaler Verbreitung aber auch hier immer schneller wird. Diesen Trend wollen wir weiter unterstützen und mit der Ergänzung des Paragraph 48 TKG einen positiven Impuls in diese Richtung setzen

Damit hat das Digitalradio-Board, eine Zusammensetzung aus Vertreterinnen und Vertretern der privaten und öffentlich-rechtlichen Radioveranstalter, den Landesmedienanstalten, den Automobil- und Geräteherstellern sowie den Netzbetreibern, seine wichtige Arbeit wieder aufgenommen. Wirbel gab es im vergangenen Jahr, als der Privatradioverband VAUNET wegen Uneinigkeit einer Erklärung des Boards aus Protest den runden Tisch kurzfristig verlassen hat. VAUNET zeigte sich immer wieder kritisch in Bezug auf den digitalen Radiostandard.

Quelle: Pressemitteilung der Landesregierung Rheinland-Pfalz

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