Radio-Hörerzahlen in Norwegen wieder ansteigend

Nach jüngsten Berichten über stark sinkende Hörerzahlen nach der Abschaltung des UKW Signals in Norwegen, veröffentlichte das Digitalradio Büro Deutschland ein bislang zufriedenstellendes Ergebnis nach dem FMExit im Jahr 2017. So resümiert der Chef des landesweiten Privatradios P4, Kenneth Andresen:

Es sind nur ein paar Monate vergangen, seit wir die letzten UKW-Sender in den bevölkerungsreichsten Gebieten abgeschaltet haben. Schaut man nur auf den Sommer, ergibt sich kein umfassendes Bild. Blicken wir aber auf das zweite Quartal, dann hörten täglich insgesamt 1.149.000 Norweger das Programm P4. Vor einem Jahr, also mit UKW, waren es nur 1.011.000. Wir sind das reichweitenstärkste kommerzielle Programm in Norwegen!

Außerdem habe sich die Hördauer gegenüber dem Vorjahr verbessert, so Andresen weiter.

Vor wenigen Tagen forderte die norwegische Zentrumspartei, die nicht an der Regierung beteiligt ist, eine Rückkehr zu UKW, da die Radionutzung unter 50% gesunken ist, was viele Kritiker von DAB+, auch hierzulande für ihre Zwecke ausnutzten. Tatsächlich lag die Radionutzung Ende 2017 laut den Zahlen von KANTAR über 60%. Nach einem Rückgang auf 48,5% in der Kalenderwoche 28, ist in KW 31 eine Erholung auf 51,9% feststellbar. Die Sommerwochen galten schon immer als „schwächere“ Radiomonate.

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