Kommt der österreichische Bundesmux im Mai?

Im vergangenen Jahr war es die Sensationsmeldung. Auch Österreich bekommt ein landesweites Digitalradiopaket. Was in Deutschland bereits 2011 realisiert wurde, soll nun auch 2019 in Österreich Realität werden.

In der Landeshauptstadt Wien existiert bereits seit 2015 ein Bouquet mit aktuell 11 Programmen, welche nach einer knapp 3jährigen Testphase 2018 in den Regulärbetrieb übergingen.

Im August 2018 meldete dann die österreiche Medienregulierungsbehörde KommAustria, dass der Sendernetzbetreiber ORS als Plattformbetreiber ein bundesweites Digitalradio-Netz aufbauen darf. Dabei wurde bereits ein Sendestart für April 2019 kommuniziert. Seit 2013 liegen allerdings dunkle Wolken über den DAB+- willigen Radiosendern. Die Verwertungsgesellschaft AKM, vergleichbar mit der GEMA in Deutschland, rechnet nach der technischen Reichweite eines Radiosenders ab. Die Verwertungsgesellschaften verlangen Geld für die gespielte Musik, um den Künstlern Einnahmen für ihre Werke zukommen zu lassen. Der Maßstab „technische Reichweite“ ist beim Verbreitungsweg DAB+ kaum finanzierbar, da die tatsächliche Reichweite, also die tatsächliche Hörerschaft zu Begin sehr gering ist, da noch wenige Haushalte einen entsprechendes Radiogerät besitzen. Damit begrenzen sich anfänglich die Möglichkeiten Werbeeinnahmen zu erzielen. Wie die Wiener Zeitung schon im November berichtete, scheint eine Einigung erzielt worden zu sein.

Wie das Online-Magazin satellifax nun berichtet, könnte der Sendestart im Mai diesen Jahres erfolgen, was auch ein Dokument der ORS belegt. Danach soll es an folgenden Standorten los gehen: Wien, Graz, Linz, Semmering-Sonnwendstein. Ab März 2020 könnten laut dem Papier Bregenz, Innsbruck, St- Pölten und Salzburg folgen. Im September des gleichen Jahres könnten Bruck Mur, Klagenfurt, Rechnitz und Wolfsberg folgen.

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